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Rote Liste der in Niedersachsen und Bremen Gefährdeten Brutvögel [Red List of Endangered Breeding Birds in Lower Saxony and Bremen]

Red Data Book

Series: Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen Volume: 2015/4

By: Thorsten Krüger (Author), Markus Nipkow (Author)

76 pages, illustrations

Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz

Paperback | Jan 2015 | Edition: 8 | #229300
Availability: Usually dispatched within 2-4 weeks Details
NHBS Price: £7.99 $10/€9 approx

About this book

Language: German with bilingual summary in English and German

This publication presents the red list of threatened breeding birds of Lower Saxony and Bremen. For classification, the criteria proposed by the IUCN and approved both by the Bundesamt für Naturschutz (BfN, Federal Agency for Nature Conservation) and the red list working group of the Deutscher Rat für Vogelschutz (DRV, German Bird Conservation Council) were applied. The criteria are based on an ornithologically well founded, transparent approach valid for all species.

The focus of the new red list has shifted more towards taking into account observed long-term decreases in populations and not so much absolute numbers of (already) small populations. While abundance is still a criterion, only the combination with anticipated decrease or specific risks for the given species will lead to a classification in the red list. Species that have always been naturally rare do not longer show up automatically in the red list.

In the present red list, a classification is attributed to 212 species of breeding birds in Lower Saxony and Bremen. Of these, 14 species formerly breeding regularly are meanwhile considered being extinct, so the recent autochthonous fauna of breeding birds encompasses 198 species, representing 80 % of all species of breeding birds in Germany. Further 24 species have been found to breed in Lower Saxony occasionally (1800-2014), that is, no longer than three consecutive years. For this reason, they are considered not to be part of the fauna of breeding birds. The same applies for neozoa, i.e. bird species that were intentionally or unintentionally brought to Lower Saxony by man and are breeding in the wild.

Of the 212 species of breeding birds in Lower Saxony and Bremen, 29 are critically endangered, 18 endangered, 23 vulnerable and 8 are rare. Set somewhat apart from the red list, further 26 species feature as near threatened. So 43% of all breeding bird species feature in the red list, 12% feature as near threatened, while 44% (= 94 species) are classified as of least concern.

An analysis of the state of threat correlated to habitats shows that all species breeding mainly in xerophytic and/or special habitats like lowland heathland, ruderal areas, gravel pits, stone pits or mud dips (n = 10) feature as vulnerable or are considered extinct already.

For bogs and reeds, 48% of species (n = 27) feature in the red list. In the open agricultural landscape, 56% of species breeding (n = 43) are considered vulnerable. Severe impacts are also indicated for lakes and coastal habitats with 48% and 41% (n = 23 and n = 29 respectively) of species classified as vulnerable or extinct. Even the avicoenoses of forests do not go unscathed. With roughly one third (n = 68) of species featuring in the red list, this habitat type shows the highest proportion of endangered breeding bird species. Solely the habitat 'settlements / built up areas' passes relatively untroubled with only two species featuring as vulnerable (n = 12; = 17%).

Summary in German:
Mit dieser Arbeit wird die 8. Fassung der Roten Liste der in Niedersachsen und Bremen gefährdeten Brutvögel, Stand 2015, vorgestellt. Für die Zusammenstellung fanden die von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) vorgeschlagenen und durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) bzw. das Nationale Rote-Liste-Gremium des Deutschen Rates für Vogelschutz für Deutschland angepassten Einstufungskriterien Verwendung. Die Kriterien basieren auf einer fachlich gut begründeten, nachvollziehbaren und für alle Artengruppen gleichermaßen gültigen Vorgehensweise.

In der Roten Liste werden heute in stärkerem Maße langfristig zu beobachtende Bestandsrückgänge und weniger geringe Bestandsgrößen berücksichtigt. Die Häufigkeit geht zwar nach wie vor in die Beurteilung der Gefährdungssituation ein, mündet aber nur in Kombination mit negativen Bestandstrends oder besonderer Risikolage in einer Einstufung in die Liste der gefährdeten Brutvogelarten. Natürlicherweise schon immer seltene Arten gelten also nicht mehr automatisch als gefährdet.

In der Roten Liste wird 212 in Niedersachsen und Bremen brütenden Vogelarten eine Gefährdungskategorie zugeordnet. 14 ehemals regelmäßig brütende Arten sind inzwischen ausgestorben, zur rezenten autochthonen Brutvogelfauna des Bearbeitungsgebiets gehören somit 198 Arten, das entspricht 80 % der gegenwärtigen deutschen Brutvögel. Weitere 24 Arten haben im Laufe der Zeit in Niedersachsen als Vermehrungs- bzw. Brutgäste, also nicht länger als drei Jahre in Folge, gebrütet. Sie zählen daher ebenso wie die gebietsfremden, durch menschliche Einflüsse direkt oder indirekt nach Niedersachsen und Bremen gelangten und in Freiheit brütenden Vogelarten (Neozoen) nicht zur hiesigen Brutvogelfauna.

Die Bestände von 29 der 212 in Niedersachsen und Bremen brütenden Arten sind vom Aussterben bedroht (Rote Liste-Gefährdungskategorie 1), 18 Arten sind stark gefährdet (2), 23 Arten sind gefährdet (3) und 8 Arten sind als extrem selten (R) einzustufen. Dazu kommen - außerhalb der eigentlichen Roten Liste stehend - 26 Arten in der Vorwarnliste (V). Somit sind derzeit 43 % aller Brutvogelarten Niedersachsens und Bremens in der Roten Liste geführt, 12 % stehen in der Vorwarnliste, während 44 % (94 Arten) als ungefährdet beurteilt werden.

Eine Auswertung der Gefährdungssituation nach Lebensräumen, in denen die als gefährdet eingestuften Vogelarten hauptsächlich vorkommen, ergibt, dass alle zehn im Lebensraumtyp „Trockenlebensräume und Sonderstandorte" lebenden Arten gefährdet sind oder bereits als ausgestorben gelten. In den Mooren und Verlandungszonen bzw. Röhrichten sind es 48 % der 27 gefährdeten Arten. In der offenen, landwirtschaftlich genutzten Kulturlandschaft müssen 56 % der dort vorkommenden 43 Vogelarten als gefährdet eingestuft werden, auch die Lebensraumtypen „Küste" (23 Arten) und „Binnengewässer" (29 Arten) weisen mit einem Anteil von 48 % bzw. 41 % gefährdeter bzw. bereits ausgestorbener Arten auf zahlreiche negative Veränderungen der Landschaft hin. Ebenso ist im Lebensraumtyp „Wald" (mit 68 Arten der Hauptlebensraum für die meisten Arten) die Vogelwelt nicht mehr in Ordnung: 29 % werden auf der Roten Liste geführt. So ist es einzig der Lebensraumtyp „Siedlungen" (12 Arten), der mit lediglich zwei gefährdeten Brutvogelarten (17 %) vergleichsweise gut abschneidet.


Contents

Inhalt

1 Einleitung

2 Kriterienschema der Roten Liste 2015
2.1 Statuseinteilung
2.2 Kriterium 1 - Aktuelle Bestandssituation
2.3 Kriterium 2 - Langfristiger Bestandstrend
2.4 Kriterium 3 - Kurzfristiger Trend
2.5 Kriterium 4 - Risikofaktoren
2.6 Das Einstufungsschema und seine Anwendung

3 Material
3.1 Aktuelle Bestandssituation
3.2 Langfristiger und kurzfristiger Bestandstrend

4 Kategorien der Roten Liste der Brutvögel und ihre Definition

5 Regionalisierung der Roten Liste

6 Listen
6.1 Rote Liste der in Niedersachsen und Bremen gefährdeten Brutvögel, 8. Fassung, Stand 2015
6.2 Vorwarnliste
6.3 Vermehrungsgäste (Status II)
6.4 Neozoen / Gefangenschaftsflüchtlinge (Status III)
6.5 Tabellarische Übersicht zur Statuseinteilung der Brutvögel Niedersachsens und Bremens (Rote Liste-Tabelle als Excel-Datei)
6.6 Übersicht über die Gefährdungseinstufungen 1974 bis 2015 (Tabelle als Word-Datei)

7 Bilanz der Roten Liste 2015
7.1 Vergleichbarkeit mit den bisherigen Listen
7.2 Status-Einteilung, Arten- und Individuenzahl
7.3 Erläuterungen zum Status und zum Vorkommen einzelner Arten
7.4 Gefährdungseinstufungen
7.4.1 Veränderungen der Gefährdungssituation
7.4.2 Unterschiedliche Gefährdung von Artengruppen
7.4.2.1 Taxonomie
7.4.2.2 Hauptlebensraumtyp
7.4.2.3 Nistökologie
7.4.2.4 Nahrung
7.4.2.5 Zugverhalten
7.4.2.6 EU-Vogelschutzrichtlinie
7.4.3 Auffällige allgemeine Entwicklungen

8 Ausblick

9 Dank

10 Zusammenfassung

11 Summary

12 Literatur


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